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Fotos Sonderausstellung Maximilian von Mexiko
Fotos Sonderausstellung Maximilian von Mexiko

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Maximilian von Mexiko

Maximilian von Mexiko: Der Traum vom Herrschen von 6. März bis 18. August 2013

In 28 Stationen beschreibt sie die bewegte Biografie eines Habsburgers, der zeitlebens seinen „Traum vom Herrschen“ ebenso leidenschaftlich verfolgte wie seine Interessen an Kunst und Wissenschaft. Die Schau führt von Maximilians Jugend und Erziehung am Wiener Kaiserhof, seinem Leben in Triest als Oberkommandant der k. k. Kriegsmarine über die Zeit als Generalgouverneur von Lombardo-Venetien bis hin zu seiner gescheiterten Regentschaft in Mexiko und seiner Erschießung. Es war letztendlich dieses tragische Ende, das man mit der Person Maximilian (1832-1867) bis heute vor allem verbindet. 

Hingegen sind die kreativen Eigenschaften des jüngeren Bruders von Kaiser Franz Joseph weniger bekannt. Seine Leidenschaft für die Wissenschaften und sein Forscherdrang führten ihn auf ausgedehnte Reisen in fremde Länder. Begeistert von exquisiter Wohnkultur, Architektur und Kunst wirkte er als Architekt und Bauherr und bestimmte auch selbst bis in die letzten Einzelheiten die Ausstattung, wie etwa Tafel- und Glasservice. Dies ist umso erstaunlicher, als er zu den am besten dokumentierten Habsburgern überhaupt zählt. Sein Archiv, im Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchiv verwahrt, umfasst um die 200 Kartons mit Dokumenten.  

Neben einer sorgfältigen Darstellung der historischen Details und politischen Verhältnisse, die zu Maximilians Herrschaftsanspruch führten, ist es die phantasievolle Seite des Monarchen, die im Zentrum der von Ilsebill Barta und Marlene Ott-Wodni kuratierten Ausstellung steht.  

Im Rahmen eines großen Forschungsprojektes wurden die Einrichtungen der Schlösser Maximilians erforscht. Von den rund 500 Objekten aus Schloss Miramar und der Villa Lazarovich, die in der Bundesmobilienverwaltung ausfindig gemacht und seinen Wohnräumen zugeordnet werden konnten, sind etwa 200 Objekte wie Möbel, Schmuckkästchen, Waffen, Reisesouvenirs oder kunstgewerbliche Antiquitäten in der Ausstellung zu sehen. Zahlreiche Möbel wurden im Vorfeld der Ausstellung von den Werkstätten der Bundesmobilienverwaltung aufwändig restauriert. 

Einige herausragende Exponate verdienen besonderes Augenmerk: Ein Damensekretär des berühmten französischen Möbelmachers Adam Weisweiler von 1780 aus der Villa Lazarovich gilt als das wertvollste Stück der Ausstellung; eine Replik des berühmten Nilpferdes (Original im KHM) repräsentiert die umfangreiche ägyptische Sammlung des Herrschers. Der blausamtene Krönungsmantel mit Goldstickerei des mexikanischen Kaisers Agustin Iturbide, den Maximilian als Ordensmantel verwendete, ist sonst in der Schatzkammer verwahrt. Persönliche Gegenstände wie Maximilians mexikanischer Poncho und sein Sombrero, mit denen er sich landesüblich kleidete, sind selten zu sehen. Erstmals wird auch die Kleidung, die er für seine Erschießung persönlich bestellte, öffentlich gezeigt.

Zur Ausstellungsgestaltung

Für die unkonventionelle Gestaltung zeichnet Walking-Chair Designstudio verantwortlich, das damit bereits die vierte Schau für das Hofmobiliendepot ausrichtet. Wie schon bei „Kronprinz Rudolf“ (2008) geht es den beiden Designern Fidel Peugeot und Karl Emilio Pircher um eine Gegenüberstellung von Geschichte und Gegenwart. Die anschauliche Präsentation dessen, was von Maximilian geblieben ist – Sammlungsstücke, Kleidung, Fotos und Kunstgegenstände – macht die historische Figur als Mensch mit all seinen Leidenschaften, Begabungen und Widersprüchen lebendig. 

Das Bild prägen vierzehn Kojen (2,5 x 2,5 m), die mit historischen Abbildungen der Wohnräume von Maximilian und Charlotte tapeziert und mit noch vorhandenen Möbeln aus eben diesen Räumen eingerichtet sind. Aus der zweidimensionalen historischen Ansicht wird dreidimensionale Realität. Die Vergangenheit des Kaisers wird zur Gegenwart des Betrachters. Er steht im Hier und Jetzt im Raum wie vormals Maximilian in seinen Villen und Schlössern. 

Das prägende Element der Ausstellungsgestaltung ist die Tapete. In den Farben Grün bzw. Blau und mit den Symbolen Maximilians versehen, kommentiert und umrahmt sie auf beiden Ausstellungsebenen die jeweils dort gezeigten Inhalte.

Die Gliederung der Ausstellung

Das Obergeschoß beleuchtet in den ersten 19 Stationen Maximilians „Traum vom Herrschen“ und ist einerseits den verschiedenen prachtvollen Wohnorten und Gärten, die seine architektonische Handschrift trugen, und andererseits seiner Sammlertätigkeit gewidmet. Im Erdgeschoß verweisen acht weitere Stationen auf seine Leidenschaft für das Meer und die Seereisen sowie auf die unglücklich verlaufene Herrschaft in Mexiko, seinen Tod und das weitere Schicksal seiner Gattin Charlotte.

Obergeschoß

Vor dem Hintergrund der familiären Herkunft Erzherzogs Ferdinand Maximilians, seiner Erziehung und Heirat fokussiert die Ausstellung in diesem Teil auf Maximilians Bauten in Wien, Triest und auf der Insel Lacroma.

Bereits im Kindesalter hatte Erzherzog Ferdinand Maximilian Interesse für die Baukunst sowie die

Liebe zur Natur, zum Meer und zur Seefahrt entwickelt. Mit 17 Jahren ließ er sich in unmittelbarer Nähe zum Schlosspark Schönbrunn ein Blockhaus, die sogenannte Villa Maxing, im romantischschweizerischen Stil erbauen. Es folgte die Initiative zur Errichtung der Votivkirche nach dem Attentat auf seinen Bruder Franz Joseph im Jahr 1853. Hier werden zum ersten Mal ein blutiges Taschentuch und Handschuhe Kaiser Franz Josephs und seines Erretters Graf Maximilian O’Donell gezeigt. Neben dem Umbau der Villa Lazarovich in Triest und dem begonnenen Ausbau eines ehemaligen Benediktinerklosters auf der dalmatinischen Insel Lacroma – der unvollendet blieb – widmete sich Maximilian vor allem den Planungen von Schloss Miramar in Triest, das als sein Hauptwerk gilt. Er ließ es mit großem Aufwand auf einer Felsspitze nahe Triest errichten, erlebte die Fertigstellung des Prachtbaus 1871 jedoch nicht mehr. 

Maximilian begann bereits im Alter von 10 Jahren mit dem Sammeln von Autografen. Im Laufe der Jahre weitete er seine Bestände aus und legte eine umfangreiche Naturalien- sowie eine ethnologische und ägyptische Sammlung an. Aus allen sind repräsentative Beispiele in der Ausstellung zu sehen. Er erwarb Kunst, Einrichtungsgegenstände und Wohnaccessoires und betrieb umfangreiche naturwissenschaftliche Studien. In Mexiko verpflichtete er mit dem Zisterzienserpater Dominik Bilimek ab 1865 sogar einen eigenen wissenschaftlichen Begleiter für seine Forschungsreisen. 

Die Tapeten mit Anker, Kaiserkrone und Blumenranke als charakteristische Symbole des Herrschers wurden von Walking-Chair Designstudio nach einem historischen Vorbild aus der Villa Lazarovich gestaltet und in diesem Teil der Schau in hellem, leuchtendem Grün gehalten. Hellgrüne Teppiche führen zudem wie gewundene Wege eines englischen Landschaftsgartens zu den einzelnen Stationen – die Farbgebung vermittelt Leichtigkeit und Lebensfreude.

Erdgeschoß

Das Erdgeschoß ist mit einer Tapete in gleichem Muster ausgekleidet – allerdings in Blau. Die Farbe korrespondiert mit Maximilians Leidenschaft für Seefahrt und Marinetätigkeit. Sie steht für das Meer und die ausgedehnten Schiffsreisen bis nach Brasilien. Die Farbgebung vermittelt aber auch jene Kühle und Distanz, die Maximilian Zeit seines politischen Lebens zu spüren bekam. Die Naivität, mit der er sich – vom Herrschertum träumend – auf das mexikanische Abenteuer einließ, wirkt aus heutiger Sicht nahezu weltfremd. Unbeirrt beschäftigte er sich in seiner kurzen Zeit als Kaiser von Mexiko neben den Regierungsgeschäften mit der von ihm angestrebten Modernisierung des Landes, trieb städteplanerische Bauvorhaben in Mexico City voran, versuchte – wenig erfolgreich – ein eigenes Hofzeremoniell einzuführen, und widmete der Gestaltung seiner Wohn- und Regierungsgebäude große Aufmerksamkeit und finanzielle Ressourcen. 

Die dramatische Inszenierung seines Todes setzt in der Ausstellung den Schlusspunkt unter ein bewegtes Leben. Im Zentrum stehen der eindrucksvolle Transportsarg aus der ständigen Sammlung des Hofmobiliendepots und Maximilians Erschießungsgewand.  

Gleichsam als Nachwort wird das weitere Schicksal seiner Frau Charlotte von Belgien behandelt. Sie überlebte ihren Gatten um 60 Jahre und starb psychisch beeinträchtigt 1927 auf Schloss Bouchout in ihrer belgischen Heimat.

Maximilians Weg zur mexikanischen Kaiserkrone – die Hintergründe

Frankreich wollte seinen Einflussbereich in Mittelamerika ausbauen. Auf Betreiben Napoleons III. bot eine mexikanische Deputation Maximilian am 3. Oktober 1863 in Schloss Miramar bei Triest die mexikanische Kaiserkrone an. Maximilian forderte eine Volksabstimmung, deren Ergebnis allerdings zugunsten

einer Monarchie gefälscht wurde. Im guten Glauben daran, dass die Mehrheit der mexikanischen Bevölkerung seine Regentschaft befürwortete, nahm er die Kaiserkrone an und reiste im April 1864 mit seiner Gemahlin Charlotte nach Mexiko ab. Auf Druck Kaiser Franz Josephs hatte er zuvor auf seine Thronfolge- und Erbansprüche in Österreich verzichtet. 

Der Empfang der größtenteils republikanisch gesinnten Bevölkerung fiel kühl aus. Als Anführer der republikanischen Truppen entwickelte sich Benito Juárez zum gefürchtetsten Gegner der Monarchie. Maximilians Regentschaft im monarchistischen Teil Mexikos blieb erfolglos, Frankreich stellte auf Druck der Vereinigten Staaten von Amerika und wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa die zugesagte finanzielle und militärische Unterstützung ein. Im Herbst 1866 traf Maximilian daher Vorbereitungen zur Abdankung und Rückkehr nach Europa. Er verwarf diese Pläne jedoch wieder und bestritt weiter einen aussichtslosen Kampf.

Im Mai 1867 wurde er in Querétaro von den Republikanern gefangen genommen und am 19. Juni desselben Jahres nach einem Prozess hingerichtet. Er war 34 Jahre alt. Erst ein halbes Jahr später wurde seine Leiche freigegeben und Maximilian im Jänner 1868 in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt.

Kurzinformation: 

Titel Maximilian von Mexiko: Der Traum vom Herrschen
Dauer 6. März bis 18. August 2013
KuratierungIlsebill Barta, Marlene Ott-Wodni
AusstellungsdesignWalking-Chair Designstudio
PresseführungDi, 5.3. 2012, 9.00 Uhr
VeranstaltungsortHofmobiliendepot Wien • Möbel Museum Wien Andreasgasse 7, 1070 Wien, Telefon: +43-1-524 33 57, Fax: +43-1-524 33 57 666, Mail:  info(at)hofmobiliendepot.at 
ÖffnungszeitenDi – So 10.00 bis 18.00 Uhr
FührungenSamstag, Sonntag, Feiertag um 15.00 Uhr
Gruppen und SchulklassenGegen Voranmeldung
KinderprogrammEin umfangreiches Kinderprogramm mit Kinderführung und Workshops ergänzt das Ausstellungsprogramm. 
Infosinfo(at)hofmobiliendepot.atwww.hofmobiliendepot.at
Tickets€ 7,90 / € 6,50 / € 5,50 – ab 1. 4. 2013 € 8,50 / € 7,50 / € 6,00 Vorort an der Kassa oder Online www.imperial-austria.at
Katalog„Maximilian von Mexiko: Der Traum vom Herrschen“, Ilsebill Barta (Hg.)

Presse

Beate Scholz scholz(at)content-event.at
Tel: 01/310 60 42-12, 0699 / 190 383 92

Desirée Schwarzenbacher schwarzenbacher(at)content-event.at
Tel: 01/310 60 42-11, 0676 / 327 25 23

www. content-event.at

Pressefotos: www.hofmobiliendepot.at/pressefotos/maximilian

  

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