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Phänomen IKEA

Plakat Phänomen Ikea
Plakat Phänomen IKEA
Freischwingersessel Pöang, 1977, Hersteller: IKEA, Designer: Noburu Nakamura | Freischwingersessel Nr. 406, 1935|1939, Hersteller: Artek, Finland, Designer: Alvar Aalto
Freischwingersessel Pöang vs. Nr. 406
Gartenmöbel-Sitzgruppe Skopa, 1974, Hersteller: IKEA, Designer: Olle Gjerlöv-Knudsen | Torben Lind
Gartenmöbel-Sitzgruppe Skopa
Spind Modell K 451, Werksentwurf Haneu, Solingen | PS Schrank, 1998, Hersteller: IKEA; Designer: Nicholai Wiig Hansen
Spind Modell K 451 vs. PS Schrank

9. April - 11. Juli 2010

Das Möbelhaus aus Schweden

Billy und Ivar - in welcher Wohnung stehen sie nicht, diese endlos erweiterbaren Regalsysteme? Das Möbelhaus aus Schweden, das seine Kunden duzt und seinen Möbeln Namen gibt, hat wie kein anderes die Lebens- und Wohnverhältnisse der Menschen in Europa in den letzten 50 Jahren verändert und unser Wohnen mit massentauglichem Design geprägt. Der große Erfolg und die internationale Verbreitung der größten Möbelmarke der Welt sind der Ausgangspunkt der Ausstellung im Hofmobiliendepot. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit IKEA die Idee vom "Design für alle" des Deutschen Werkbundes und vom Bauhaus einlöst. Phänomen IKEA widmet sich dem Versuch, die IKEA-Erfolgsfaktoren zu entschlüsseln und die ausgewählten Objekte aus sechs Jahrzehnten designhistorisch einzuordnen.

Schöne, praktische, preiswerte Möbel für alle!

Diese Idee ist fast so alt wie die industrielle Produktion von Möbel und Einrichtungen. Auch das 1943 von Ingvar Kamprad gegründete schwedische Möbelhaus bot von Beginn an geschmackvolle Entwürfe zu günstigen Preisen. Dahinter stand das von der Frauenrechtlerin und Reformpädagogin Ellen Key (1849-1926) propagierte und in der englischen Arts- and Craft-Bewegung wurzelnde Ideal "Schönheit für alle" - geschmackvolle Entwürfe zu günstigen Preisen für eine breite Bevölkerung. Ein Programm, mit dem IKEA-Gründer Ingvar Kamprad einen Einmannbetrieb zum Multi-Milliarden-Euro Konzern ausbaute. Er hat sich auf eigene Art verewigt: IKEA entstand aus seinen Initialen IK und den Anfangsbuchstaben des väterlichen Bauernhofs Elmtaryd sowie seines Heimatdorfs Agunnaryd.

Selbstmontage und Flachverpackung

Inzwischen gehört der Möbelkonzern zu den wenigen Unternehmen, die für sich den Anspruch nehmen können, den globalen Geschmack zu prägen. IKEA gelingt es, qualitätsvolle Entwürfe in großer Menge zu produzieren und Design auf Basis dezidiert unternehmerischer und ökonomischer Strategien zu verwirklichen. Produktprinzipien wie einfache Verbindungen für Selbstmontage und platzsparende Verpackungen erinnern dabei an Konzepte, mit denen Michael Thonet schon im 19. Jahrhundert sein Unternehmen zu ersten Massenproduzenten von Möbeln machte.

Gezeigt werden IKEA-Möbelentwürfe von den 1950er Jahren bis heute sowie Vergleichsbeispiele internationaler und skandinavischer Designer, die IKEA als Inspiration dienten. Themen wie Systemmöbel, Nachhaltigkeit und das Konzept der Flachverpackung werden in der Ausstellung exemplarisch dargestellt.

Die Ausstellung ist in 14 Stationen gegliedert: Historisches IKEA – Reformbewegungen – Schwedische Wurzeln – Skandinavische Moderne – Inspirationen - PS Kollektion – Material Change – Flachverpackung – Monobloc – Systemmöbel – Nachhaltigkeit – Pimp Light Show – Der IKEA Katalog – Österreichs häufigstes Wohnzimmer.

Eine Ausstellung in Kooperation mit Die Neue Sammlung - The International Design Museum Munich.

Mit Unterstützung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg und IKEA Österreich.

Kurzinformation

Kuratierung Markus Laumann

Ausstellungsgestaltung Walking Chair Design Studio

Ausstellungsdauer 9. April – 11. Juli 2010; Di – So 10.00–18.00 Uhr

Führungen jeden Sonntag und Feiertag um 15 Uhr

Finissage am 11. Juli 2010 mit Führungen um 11, 14 und 16 Uhr

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