Das Hofmobiliendepot, ehemals k. k. Mobilienmagazin und später k. k. Hofmobilien- und Materialdepot, stellt heute jene einzigartige Mischung aus Lager, Werkstätte, Verwaltung und Museum dar, wie sie sonst nirgendwo zu finden ist. Das Depot widmet sich der Renovierung, Erhaltung und Verwaltung der Bestände, die als Museum für alle Interessenten offenstehen. Aus der einstigen "Rumpelkammer der Monarchie" wurde im Lauf der Jahrhunderte eine der bedeutendsten Möbelsammlungen der Welt.
Maria Theresia setzt den ersten Hofmobilieninspektor ein und betraut ihn mit der Inventarisierung, der Pflege und dem Transport des hofärarischen Möbelbestandes.
Dieser Hofdienst erhält die Bezeichnung Hofmobiliendirektion und ist auch für den Neuankauf des kaiserlichen Mobiliars zuständig (unter Kaiser Franz II./I.).
Errichtung des k. k. Hofmobiliendepots auf der Mariahilfer Straße 88 als zentrales Lager für das gerade nicht in Gebrauch befindliche Mobiliar mit angeschlossenen Werkstätten und Wagenremisen (Kaiser Franz Joseph I.).
Nach dem Ende der Donaumonarchie geht der hofärarische Möbelbestand in den Besitz der Republik Österreich über. Ein Teil davon wurde und wird für Repräsentationszwecke, etwa für die des Bundespräsidenten, verwendet.
Eröffnung einer Schausammlung im nunmehrigen Bundesmobiliendepot, stilkundlich gegliedert als Vorbildersammlung für Handwerker. Zwei Säle mit Barock- und Empiremöbeln und 15 Biedermeierkojen illustrierten die Wohnwelt im "alten Wien".
Beginn der Generalsanierung. Ein an das bisherige Hofmobiliendepot angrenzendes Fabrikgebäude und ein Biedermeierhaus in der Andreasgasse werden zusätzlich erworben.
Eröffnung als eines der größten Möbelmuseen der Welt.
Architekt Alessandro Alverà