Loading...


Skipnavigation


Teaser

  • Wachsende Sammlung Hofmobiliendepot
  • Slideshow Bild
  • Slideshow Bild
  • Slideshow Bild
  • Slideshow Bild
  • Arbeitszimmer Franz II./I.
  • Pfeifen
  • Sissi im Film
  • Biedermeierkoje mit Tigerfell
  • Spucknäpfe

Teasermenü


Hauptmenü


Klickpfad


Seiteninhalt

Hauptinhalt

Thonet: Neue Inszenierung alter Bugholzmöbel

Die von Michael Thonet kreierten Möbel aus gebogenem Holz illustrieren die Entwicklung vom traditionellen Tischlerhandwerk zur industriellen Möbelproduktion auf beispielhafte Weise. Die beiden Räume im Hofmobiliendepot sind diesem wichtigen Thema der Designgeschichte gewidmet.

Wiege und Kindersitze von Thonet
Wiege und Kindersitze von Thonet
Neupräsentation der Bugholzmöbel
Neupräsentation der Bugholzmöbel
Thonet Raum II
Thonet Raum II

Um 1830 begann Michael Thonet (1796-1871) in Boppard am Rhein mit dem Biegen von Holz zu experimentieren. Er verwendete schichtweise verleimte und unter Dampf gebogene Furnierstreifen zum Bau von Stühlen. Ein Stuhl aus dieser Zeit ist seit kurzem im Hofmobiliendepot zu sehen.

1842 übersiedelte Michael Thonet auf Einladung des österreichischen Staatskanzlers Clemens Fürst Metternich nach Wien, wo er für die Neuausstattung des Stadtpalais des Fürsten von Liechtenstein "Laufsessel"  in der Werkstatt des Wiener Tischlermeisters Carl Leistler anfertigte. Für diese leichten Beistellstühle entwickelte Thonet ein neues Biegeverfahren, die Stabverleimtechnik. Wir freuen uns, diese  interessanten Möbel als Dauerleihgabe aus den Sammlungen des Fürsten von Liechtenstein zeigen zu können.

1849 richtete Michael Thonet eine eigene Werkstatt in Wien-Gumpendorf ein und lieferte "Laufsessel" für die Prager Burg. Ein Exemplar ist im Museum ausgestellt.

Nach einer erfolgreichen Präsentation seiner Bugholzmöbel bei der Londoner Weltausstellung 1851 gründete Michael Thonet mit seinen fünf Söhnen 1853 die Firma Gebrüder Thonet und konzentrierte sich auf die Entwicklung neuer Serienmodelle. Alle Möbel wurden mit Nummern und Brandstempeln (später mit Klebeetiketten) bezeichnet. Der Familienname Thonet wurde zum Markennamen.

Erst kürzlich gelang es dem Hofmobiliendepot, den frühest bekannten Thonet-Stuhl Nr. 14 anzukaufen. Es handelt sich derzeit um den einzigen "14er" aus Schichtholz in Museumsbesitz.

1856 gelang Michael Thonet eine wesentliche Verbesserung seiner Holzbiegetechnik - das Biegen von Massivholz mittels Wasserdampf in Biegeform aus Metall. Diese Technik fand jedoch nicht mehr in Wien ihre Anwendung. Um eine weitere Expansion zu ermöglichen, verlegte Thonet die Produktion direkt zur Rohstoffquelle und gründete Fabriken in Koritschan, Bistritz, Groß Ugrocz, Hallenkau/Wsetin, Novo-Radomsk in Russisch-Polen und zuletzt im hessischen Frankenberg.

Auch das Angebot wuchs stetig. Neben den klassischen Kaffeehaus-Stühlen produzierten die Gebürder Thonet Schaukelstühle für das bürgerliche Wohnzimmer und Kindermöbel, die den spielerischen Abschluss der neuen Thonet-Präsentation bilden.

Bookmark und Website teilen


Seiten-Fußbereich

KalenderFacebookTwitterBlogInstagram