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  • Sonderausstellung Wagner, Hoffmann, Loos
  • Wachsende Sammlung Hofmobiliendepot
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  • Arbeitszimmer Franz II./I.
  • Pfeifen
  • Sissi im Film
  • Biedermeierkoje mit Tigerfell
  • Spucknäpfe

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Vom Ruhen und Rauchen

Neupräsentation zweier Biedermeier-Sammlungen

Biedermeier ist zurzeit ein beliebtes und zugleich wichtiges Ausstellungsthema in Wien. Zur Ausstellung "Biedermeier: Die Erfindung der Einfachheit", die zuerst in Milwaukee/USA, dann in der Albertina, in Berlin und derzeit (November 2007) im Pariser Louvre zu sehen ist, hat das Hofmobiliendepot mit zahlreichen Leihgaben einen wesentlichen Beitrag geleistet.

Biedermeierkoje
Biedermeierkoje
Ruhebett von Kaiserin Maria Ludovica
Ruhebett von Kaiserin Maria Ludovica

Größte Sammlung weltweit

Das Hofmobiliendepot beherbergt die größte Sammlung an Biedermeier-Mobiliar weltweit. Es lag daher nahe, dieses Thema auch in der ständigen Präsentation des Museums stärker ins Blickfeld zu rücken.
Die historischen Biedermeierkojen sind Teil der 1924 im ehemaligen k.k. Hofmobilien- und Materialdepot eröffneten "Schausammlung historischer Stilmöbel". Sie wurden im 1998 generalsanierten und großzügig erweiterten Hofmobiliendepot. Möbel Museum Wien als ein "Museum im Museum" bewusst erhalten.
Hier finden die Besucher historische Hintergrundinformationen zum Biedermeier und beispielhaftes Mobiliar. Der außerordentliche Formenreichtumg der Wiener Biedermeiermöbel wird anhand eleganter Ruhebetten und Kanapees der kaiserlichen Familie vorgestellt.
Die Entwicklung reicht vom Ruhebett aus dem Schlafzimmer Kaiserin Maria Ludovicas in der Wiener Hofburg von 1810/12 bis zum Kanapee für Kaiser Ferdinand I. aus der Hofburg zu Innsbruck von 1838. Die aufwendigen Tapezierer-Arbeiten wurden in den Restaurierwerkstätten der Bundesmobilienverwaltung nach Quellen auf authentische Weise rekonstruiert.

Privater Rauchsalon
Privater Rauchsalon
Rauchkultur im Biedermeier
Rauchkultur im Biedermeier
Vergoldete Empire Stühle
Vergoldete Empire Stühle
Biedermeier Tapeten
Biedermeier Tapeten
Musikzimmer
Musikzimmer

Geschichte des Rauchens

Ein neuer Schwerpunkt widmet sich gleich anschließend der Kulturgeschichte des Rauchens. In einer Zeit zunehmender Rauch-Verbote wird die Rauchkultur nun zu einem Museumsthema.
Seit Jänner 2005 ist die Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. von Austria Tabak mit dem Management der Sammlung des ehemaligen Tabakmuseum betraut, das bis zu seiner Schließung im Jahr 2003 im Museumsquartier untergebracht war. Die rund 7000 tabakhistorischen Objekte und Bilder werden seither unter optimalen Sicherheitsvorkehrungungen und Lagerbedingungen in Schönbrunn deponiert.
Nun wird eine der umfangreichsten und wertvollsten Sammlungen ihrer Art in Europa im Hofmobiliendepot der Öffentlichkeit in Teilen wieder zugänglich gemacht. Die Tabakkultur des Biedermeier steht dabei im Mittelpunkt der Präsentation. Wir zeigen die private Rauchkultur im Salon, wo die Herren im Rauchermantel und mit der Raucherkappe auf dem Kopf zusammen saßen und das Rauchen in der Öffentlichkeit als Teil der Wiener Kaffeehaus-Kultur an Hand von 120 beispielhaften Exponaten.
Die fachkundige Auswahl der Pfeifen aus bemaltem Porzellan und geschnitztem Meerschaum, der Schnupftabak-Dosen aus Silber und Lack sowie der Gemälde und speziellen Pfeifentische erfolgte durch Frau Dr. Sabine Fellner, der langjährigen Kuratorin der Sammlung.

Auch der Bereich, der Kaiser Franz II/I und seinen vier Frauen - er war insgesamt viermal verheiratet - gewidmet ist, zeigt auf beispielhafte Weise die Entwicklung vom Empire zum typischen Wiener Biedermeier. Interessant ist der Vergleich zwischen dem prunkvollen Salon für Caroline Auguste mit vergoldeten Empire-Stühlen und dem gemeinsamen Schlafzimmer des Paares, das mit einfachem, biedermeierlichem Mobiliar eingerichtet war. Beide Räume sind 1816 anlässlich der Hochzeit des Monarchen mit seiner vierten Gemahlin neu eingerichtet worden.

Besonders aufschlussreich ist das "Séjour-Appartement" (Sommerfrische-Appartement) von Erzherzogin Sophie und Erzherzog Franz Karl (den Eltern Kaiser Franz Josephs) im Blauen Hof in Laxenburg. Die 1825/26 vom Schlosshauptmann Michael Riedl neu gestalteten Räume waren für damalige Begriffe überaus modisch. Die bunten Tapeten korrespondierten mit den Möbelstoffen, die Stühle und Tische zeigten jene Schwünge, die für die "geschweifte Ware" der Wiener Tischler so typisch war.

Die Möbel aus dem Musikzimmer der Erzherzogin Sophie zählten daher auch zu den Highlights der großen Biedermeierausstellung in Milwaukee, Berlin, Wien und Paris. Auch bei der großen Ausstellung "Design contre Design" im Grand Palais in Paris ist das Hofmobiliendepot derzeit (Oktober 2007) mit Biedermeiermobiliar vertreten. Und ab November 2007 sind in der Ausstellung "Der feine Unterschied" im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt weitere Biedermeier-Möbel aus dem Hofmobiliendepot zu sehen.

Eva B. Ottillinger
Bundesmobilienverwaltung

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