Das Phänomen der Sissi Filme prägte die österreichische Filmlandschaft der 1950er Jahre nachhaltig. Der Erfolg dieses großartigen Kinoerlebnisses begleitet uns bis in die Gegenwart. Die drei Filme gehören mittlerweile zu einem Stück internationaler Kulturgeschichte. Zu ihrem Erfolg trugen Romy Schneider, ein genialer Regisseur und glanzvoll inszenierte Kulisse bei.
Die wenigsten Bewunderer der Sissi Filme kennen jedoch die Geschichte des Mobiliars, das für die Ausstattung der Filme verwendet wurde. Die meisten Möbel wurden vom Hofmobiliendepot ausgeliehen, wo sie nach dem Ende der Monarchie ihre Heimat gefunden hatten. Das 50-Jahr-Jubiläum der Sissi Filme war Anlass, der Geschichte der Möbel auf den Grund zu gehen. Immerhin brachte dieses kaiserliche Mobiliar Authentizität in das märchenhafte Spiel. In der Inszenierung werden einige Filmszenen mit dem noch vorhandenen, originalen Mobilar nachgestellt. Dazu werden die entsprechenden Filmausschnitte gezeigt und zusätzlich Informationen über die Schauspieler, die Entstehung der Filme, die Drehorte und die internationale Rezeption bei Kritik und Publikum präsentiert. Zu sehen gibt es auch einige Requisiten und zahlreiche Fotos, Filmplakate, Programmhefte, usw.
Als Einleitung ist der erste Teil dieses Sis(s)i Pfades durch das Hofmobiliendepot aber der historischen Sisi gewidmet. Es ist ja kein Geheimnis, dass die schöne Prinzessin Sissi in den drei Filmen nur zum Teil mit dem realen Leben der historischen Sisi übereinstimmt. Kaiserin Elisabeth unterschrieb sich mit Sisi, während Romy Schneider als Sissi in die Filmgeschichte einging. Ausgestattet mit einem Katalog in mehreren Sprachen sollen sich die Besucher erst auf die Spuren der historischen Elisabeth machen, um dann in die Welt der Sissi Filme einzutauchen.
Die Ausstellung ist in das Museum integriert und kann von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.
Kuratorenteam: Ilsebill Barta, Bernadette Decristoforo, Josefa Haselböck, Markus Laumann, Peter Parenzan
Szenografie: Thomas / www.maupi.com
Mitarbeit: Viola Stifter
Grafik: Markus Mickl, Paul Romauch / www.maupi.com
Film / Medien: Nike Glaser Wieninger / ... schöne Söhne
Kooperationspartner: Filmarchiv Austria, BmobV, SKB