Neuigkeiten aus dem Hofmobiliendepot:

Gefaltete Schönheit
Herbstausstellung
8.9.2010 – 23.1.2011
Pressemitteilung August 2010
Bilanz-Pressekonferenz 2010
Welt der Habsburger
Seit 26. Mai 2010 ist die virtuelle Ausstellung online!
Presseinformation 26.5.2010
Pressemitteilungen
aktuelle PR-Informationen sowie allgemeine PR-Texte finden Sie unter
Presseinformation
Schloss Schönbrunn: Trotz Wirtschaftskrise 2,5 Mio. Eintritte im Jahr 2009
Besucherzahlen 2009 und Ausblick 2010
Mit 4 Prozent weniger Eintritten in Schloss Schönbrunn sind Besucherrückgänge weniger stark als erwartet; Investitionsprogramm wird weiter fortgesetzt; 2010 startet mit der Großen Galerie das bislang aufwendigste Restaurierungsprojekt in den Schauräumen; Sanierung des Palmenhauses beginnt; Fokus auf Nahmärkte mit neuen Angeboten
Download: Pressemitteilung Schönbrunn Besucherzahlen 2009 und Ausblick 2010 (PDF,63 kb)
Presseinformation, 18.1.2010
2009 verzeichnete Schloss Schönbrunn 2,5 Mio. Eintritte, das sind um 4 Prozent weniger als 2008. Aufgrund der Gästezahlen im Wientourismus und wenig zuversichtlich stimmenden Vorausbuchungsdaten musste die Schloß Schönbrunn Kultur- und BetriebsgesmbH im Frühjahr 2009 noch von Rückgängen zwischen 10 bis 15 Prozent ausgehen. Dass die tatsächlichen Eintritte im Schloss jetzt nur mehr 4 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen (oder in absoluten Zahlen um 100.000 weniger geworden sind), hat mit einem erkennbaren Ende des Abschwungs in der zweiten Jahreshälfte zu tun und mit dem erfolgreichen Verkauf von Kombitickets. Der Schönbrunn Pass Classic, der den Eintritt in die Schauräume ebenso umfasst wie in drei Gartenattraktionen und die Hofbackstube, wurde um 8 Prozent öfter gebucht als im Vorjahr.
Aber auch nach Köpfen gezählt – also ohne Berücksichtigung von Mehrfacheintritten – stellt sich die Besucherbilanz in Relation zum wirtschaftlichen Umfeld und den ursprünglichen Prognosen vergleichsweise positiv dar. Minus 8 Prozent beträgt der Rückgang in Schönbrunn, minus 7 Prozent in der Hofburg. Konkret bedeutet das um 46.000 Besucher weniger in Kaiserappartements, Sisi Museum und Silberkammer. Hier konnte besonders in der zweiten Jahreshälfte deutlich aufgeholt werden, lagen die Besucherzahlen im Halbjahresergebnis noch bei minus 10 Prozent. Nicht unbeteiligt daran war die Neugestaltung des Sisi Museums, das ab Juli nach Rundum-Erneuerung und Bestückung mit neuen attraktiven Exponaten wieder vermehrt Gäste lockte.
Der Gesamtumsatz der Schloß Schönbrunn Kultur- und BetriebsgesmbH beträgt nach ersten Berechnungen 31 Millionen Euro (Minus 6,5 Prozent). 8,3 Millionen wurden in die Attraktivierung der Kulturdenkmäler investiert. Neben der Neugestaltung des Sisi Museums hat sich insbesondere die Restaurierung der Räume von Kaiser Franz Joseph im Schloss, die jetzt kurz vor Fertigstellung stehen, zu Buche geschlagen.
Auch für das laufende Jahr setzt die Schlossgesellschaft auf die konsequente Fortführung ihres Investitionsprogramms, um mit noch ansprechenderen Angeboten für die Zukunft gerüstet zu sein. Der von der Schlossgesellschaft halbjährlich ermittelte „Vienna Tourism Indicator“ – ein Prognoseinstrument zur besseren Vorausplanung der Gästeströme – weist aktuell auf ein Abbremsen der Gästerückgänge in Wien hin. „Auch wenn die Talsohle vermutlich erreicht ist, ein kontinuierlicher Aufschwung wie in den Jahren vor der Finanz- und Wirtschaftskrise ist nicht in Sicht, weshalb wir uns auf einen stärker umkämpften Markt einstellen müssen“, erläutert Schönbrunn-Geschäftsführer Franz Sattlecker.
2010 wird das Gesamtinvestitionsvolumen die Latte von insgesamt 150 Millionen Euro überspringen. „Mit der Großen Galerie wird das bislang aufwendigste Restaurierungsprojekt im Schloss in Angriff genommen“, so Schönbrunn-Geschäftsführer Wolfgang Kippes. Rund 1.400 m² Wand- und Deckenflächen sind zu restaurieren. Erstmals seit mehr als 100 Jahren werden alle Vergoldungen und Deckenfresken gereinigt und überarbeitet. Die Mauersubstanz der Wände wird gefestigt und danach die historische Polierweißfassung rekonstruiert. In den bereits erfolgten logistischen Planungen wurden Lösungen zur Durchführung der Arbeiten möglichst ohne Beeinträchtigung der Besucherströme erarbeitet. Schutzplanen mit fotorealistischen Darstellungen der Wände und Fresken werden es ermöglichen, das Besuchserlebnis und den imposanten Raumeindruck zu erhalten. Zugleich erlauben Sichtfenster den Besuchern aber auch Einblicke in die Restauriertätigkeiten. Der Kostenaufwand beträgt nach derzeitigen Schätzungen 2,6 Millionen Euro.
Ein weiteres Großprojekt ist die Sanierung des Palmenhauses, die ebenfalls bei laufendem Betrieb erfolgt und mit in Summe 9,2 Millionen Euro budgetiert ist. Bevor voraussichtlich Mitte des Jahres die Bauarbeiten beginnen, wird im Rahmen einer Proberestaurierung die optimale bzw. schonendste Methode zum Lösen des Rostes getestet.
Neben den Investitionen zur Attraktivierung der Kulturdenkmäler will die Schlossgesellschaft künftig vor allem die Nahmärkte und das Wiener Publikum ansprechen. Auslöser dafür ist nicht nur die Wirtschaftskrise, sondern sind auch unabhängig davon erwartbare Veränderungen im Städtetourismus. „Vor dem Hintergrund von Klimaschutz und Energiepreisen könnten Billig-Flieger-Städtetrips zurückgehen und damit ein Teil der Touristen künftig ausbleiben“, so Sattlecker. Im Laufe des Jahres werden attraktive Angebote speziell für das heimische Publikum entwickelt.
















