Thonet

Neuigkeiten aus dem Hofmobiliendepot:

Hofmobiliendepot News

   

Bilanz-Pressekonferenz 2010

Presseinformation 9.7.2010

Gefaltete Schönheit

Herbstausstellung
8.9.2010 – 23.1.2011
Pressemitteilung Juni 2010

Schönbrunn Journal

Ausgabe 02/2010 steht zum Download bereit.
Schönbrunn Journal

Welt der Habsburger

Seit 26. Mai 2010 ist die virtuelle Ausstellung online!
Presseinformation 26.5.2010

Pressemitteilungen

aktuelle PR-Informationen sowie allgemeine PR-Texte finden Sie unter
Presseinformation

Lupe

Wiege und Kindersitze von Thonet

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Neupräsentation der Bugholzmöbel

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Thonet Raum II

Thonet - Neue Inszenierung alter Bugholzmöbel

Die von Michael Thonet kreierten Möbel aus gebogenem Holz illustrieren die Entwicklung vom traditionellen Tischlerhandwerk zur industriellen Möbelproduktion auf beispielhafte Weise. Die beiden Räume, die das Hofmobiliendepot diesem wichtigen Thema der Designgeschichte widmet, wurden im Sommer neu gestaltet.

Um 1830 begann Michael Thonet (1796-1871) in Boppard am Rhein mit dem Biegen von Holz zu experimentieren. Er verwendete schichtweise verleimte und unter Dampf gebogene Furnierstreifen zum Bau von Stühlen. Ein Stuhl aus dieser Zeit ist seit kurzem im Hofmobiliendepot zu sehen.

1842 übersiedelte Michael Thonet auf Einladung des österreichischen Staatskanzlers Clemens Fürst Metternich nach Wien, wo er für die Neuausstattung des Stadtpalais des Fürsten von Liechtenstein "Laufsessel"  in der Werkstatt des Wiener Tischlermeisters Carl Leistler anfertigte. Für diese leichten Beistellstühle entwickelte Thonet ein neues Biegeverfahren, die Stabverleimtechnik. Wir freuen uns, diese  interessanten Möbel als Dauerleihgabe aus den Sammlungen des Fürsten von Liechtenstein zeigen zu können.

1849 richtete Michael Thonet eine eigene Werkstatt in Wien-Gumpendorf ein und lieferte "Laufsessel" für die Prager Burg. Ein Exemplar ist im Museum ausgestellt.

Nach einer erfolgreichen Präsentation seiner Bugholzmöbel bei der Londoner Weltausstellung 1851 gründete Michael Thonet mit seinen fünf Söhnen 1853 die Firma Gebrüder Thonet und konzentrierte sich auf die Entwicklung neuer Serienmodelle. Alle Möbel wurden mit Nummern und Brandstempeln (später mit Klebeetiketten) bezeichnet. Der Familienname Thonet wurde zum Markennamen.

Erst kürzlich gelang es dem Hofmobiliendepot, den frühest bekannten Thonet-Stuhl Nr. 14 anzukaufen. Es handelt sich derzeit um den einzigen "14er" aus Schichtholz in Museumsbesitz.

1856 gelang Michael Thonet eine wesentliche Verbesserung seiner Holzbiegetechnik - das Biegen von Massivholz mittels Wasserdampf in Biegeform aus Metall. Diese Technik fand jedoch nicht mehr in Wien ihre Anwendung. Um eine weitere Expansion zu ermöglichen, verlegte Thonet die Produktion direkt zur Rohstoffquelle und gründete Fabriken in Koritschan, Bistritz, Groß Ugrocz, Hallenkau/Wsetin, Novo-Radomsk in Russisch-Polen und zuletzt im hessischen Frankenberg.

Auch das Angebot wuchs stetig. Neben den klassischen Kaffeehaus-Stühlen produzierten die Gebürder Thonet Schaukelstühle für das bürgerliche Wohnzimmer und Kindermöbel, die den spielerischen Abschluss der neuen Thonet-Präsentation bilden.

An dieser Stelle sei allen Interessierten die Themenführung „Danhauser und Thonet – von der Einzelanfertigung zur Massenproduktion“ empfohlen. Termine 2008: 10.2., 29.3., 26.4., 14.12.

Als nächste Etappe wird der Bereich der Wiener Moderne neu gestaltet. Bis zum 10-Jahres-Jubiläum werden die Veränderungen im Museum abgeschlossen sein.

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