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Kücheinrichtung mit Lilienporzellan um 1955 (c) BMobV, Foto: Lois Lammerhuber
Ernst Plischke, Josef Frank, Roland Rainer, Hans Hollein, Walter Pichler, mischer'traxler, Walking Chair und viele weitere Designer umfasst die Sammlung des Hofmobiliendepots aus dem 20. und 21. Jahrhundert.

„Man kann alles verwenden, was man verwenden kann“ (Josef Frank)

Nach dem Ende der Monarchie ging Wien im Möbeldesign seinen eigenen Weg. Vor allem Josef Frank prägte diese „andere Moderne“, sie setzte auf Individualität, edles Design und lokale Handwerkstradition. Bequemlichkeit hatte Vorrang vor Repräsentation. Im Hofmobiliendepot ist ein Schlüsselwerk dieser Zeit zu sehen, die von Ernst Plischke für die Keramik-Künstlerin Lucie Rie gestaltete Wiener Wohnung, ein modernes Ambiente mit offenem Grundriss und raffinierten Einbauschränken.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Wiederaufbau das große Thema. Architekten wie Roland Rainer entwarfen preiswerte, für jedermann leistbare Möbel. Ein typisches Beispiel für Möbel dieser Zeit ist die aus neuen Werkstoffen gefertigte pastellfarbene Küche.

In den 1960er Jahren vermittelten berühmte Architekten-Designer wie Hans Hollein und Coop Himmelblau Aufbruchsstimmung. Dass die Raumfahrt auch das Möbeldesign abheben ließ, beweist der „spacige“ Aluminium-Fauteuil „Galaxy“ des Bildhauers Walter Pichler.

Zwar nicht zum Mond, dafür aber geradewegs in Richtung Zukunft bewegte sich das österreichische Design nach dem Jahr 2000. Neue Fachhochschulen, interessante Lehrpläne und hochkarätige Lehrende bewirkten, dass das heimische Design heute wieder international Renommee besitzt. Das Hofmobiliendepot zeigt einen schönen Überblick über die zeitgenössische österreichische Designlandschaft.

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