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15. März 2017 bis 29. November 2017
Zum 300. Geburtstag Maria Theresias fand von 15. März bis 29. November 2017 eine umfassende Jubiläumsausstellung zum Leben und Wirken einer der bedeutendsten Herrscherpersönlichkeiten der europäischen Geschichte statt.

Einblick in die Maria Theresia Ausstellung 2017 © SKB, Foto: Edgar Knaack

Maria Theresias Regentschaft dauerte vierzig Jahre, von 1740 bis 1780. Nach turbulenten Jahren zu Beginn ihrer Herrschaft erlebte die Habsburgermonarchie eine Blütezeit: Auf dem Gebiet der Staatsverwaltung und der Außenpolitik stellte Maria Theresia, die Tochter Karls VI., Weichen, welche die weitere Entwicklung der Monarchie entscheidend beeinflussen sollten. Obwohl die Regentin persönlich den Idealen der Aufklärung skeptisch gegenüberstand, gilt diese Epoche bis heute als Reformperiode, in der die habsburgischen Länder einen deutlichen Modernisierungsschub erfuhren. Die höfische Repräsentation erlebte unter Maria Theresia einen letzten Höhepunkt vor der Nüchternheit des Josephinismus und dem Untergang des Ancien Régime mit der Französischen Revolution.

Die Idealisierung Maria Theresias als große „Landesmutter“ setzte nicht erst nach ihrem Tod ein. Dank ihrer 16 Kinder galt sie schon während ihres Lebens als ein „Denkmal ihrer selbst“. Die Ausstellung durchleuchtet das Bild der Herrscherin als „Familienmensch“ und setzt sich mit den oft reichlich  komplizierten Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern.

 

Auch die Schattenseiten der energischen Regentin werden thematisiert. Ihre Intoleranz gegenüber anderen Konfessionen, die Entstehung des „Mythos Maria Theresia“ und ihre Verklärung zur positiven Identifikationsfigur der habsburgischen Dynastie werden einer kritischen Betrachtung unterzogen.

Die große Jubiläumsausstellung wird von der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. in Kooperation mit dem KHM-Museumsverband (Kaiserliche Wagenburg) veranstaltet. An vier verschiedenen Standorten in Wien und Niederösterreich werden unterschiedliche Themenschwerpunkte in Szene gesetzt. 

 

„Familie und Vermächtnis“
Hofmobiliendepot ∙ Möbel Museum Wien
In der 1747 von Maria Theresia gegründeten „Hofmobilieninspektion“ stehen das familiäre Umfeld, die persönlichen Schicksale und die dynastische Heiratspolitik Maria Theresias ebenso wie das Fortleben des „Mythos“ Maria Theresia weit über ihren Tod hinaus im Mittelpunkt.

„Bündnisse und Feindschaften“
Schloss Hof
Maria Theresia ließ sich um 1775 in ihrem niederösterreichischen Landsitz Schloss Hof ein Witwenappartement einrichten. In der Beletage des Schlosses werden die Schwierigkeiten ihrer Herrschaftsübernahme, Kriege und Friedensschlüsse, Gebietsverluste und -erweiterungen sowie der große (außen)politische Gestaltungswille Maria Theresias präsentiert.

„Modernisierung und Reformen"
Schloss Niederweiden
Das ebenfalls im Marchfeld gelegene, kleine und intime Schloss Niederweiden war für Jagdgesellschaften und Feste reserviert. Die großen innenpolitischen und staatsverändernden Reformen Maria Theresias sind der zentrale Themenbereich dieses Ausstellungsstandorts. 

„Frauenpower und Lebensfreude"
Kaiserliche Wagenburg Wien
In der Wagenburg wird Maria Theresias Selbstdarstellung im Spannungsfeld zwischen weiblicher Identität und „männlicher“ Herrschermacht thematisiert. Zugleich lassen Prunkfahrzeuge und Gewänder den Glanz höfischer Repräsentation und ausgelassener Feste wiederauferstehen.


Impressionen von der Eröffnung "300 Jahre Maria Theresia"

 

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Amalthea Verlag erschienen:

Maria Theresia 1717 - 1780
Strategin. Mutter. Reformerin.
ISBN-13: 978-3-99050-075-0
Erscheinungsdatum: 15.03.2017
352 Seiten

Hier können Sie den Katalog online bestellen.

 

 

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