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Die Couch des Kaisers oder Wie kommt der rote Teppich in die Hofburg

Die Führung vermittelt den BesucherInnen eine Vorstellung davon, wie die Republik Österreich von den MitarbeiterInnen der Bundesmobilienverwaltung „serviciert“ wird. Man erfährt, was es mit der richtigen Länge der roten Teppiche auf sich hat, wie die Tische unter der edlen Tischwäsche beschaffen sind und kann so mancher Anekdote lauschen, die das Team zu erzählen weiß.

Die Führung inkludiert die Besichtigung von zwei Depots der Bundesmobilienverwaltung, die ausschließlich im Rahmen dieses Programm zugänglich sind. Nach der Führung können Museum und Sonderausstellungen individuell besucht werden.

Das Hofmobiliendepot und die Bundesmobilienverwaltung sind aus der einstigen kaiserlichen Hofmobilieninspektion hervorgegangen. Bis heute pflegen sie das Erbe aus der Monarchie und stellen es im Museum aus. Eine Besonderheit der Bundesmobilienverwaltung ist, dass sie bis heute für die Ausstattung des offiziellen Österreich verantwortlich ist. Aus der kaiserlichen Verwaltung wurde eine Bundesdienststelle, die die roten Teppiche für Staatsbesuche ausrollt, das Mobiliar für Staatsempfänge bereitstellt und die Tafeln deckt. Von der Bundesmobilienverwaltung werden die Amtsräume des Bundespräsidenten, Ministerbüros sowie die österreichischen Botschaften im Ausland ausgestattet.

Das Museum und die heutige Verwaltungsdienststelle befinden sich noch an der „kaiserlichen“ Adresse. Im Gebäude sind auch zahlreiche Depots und Werkstätten untergebracht, in denen emsig restauriert, vergoldet, tapeziert, gepolstert, etc. wird. Alte Handwerkstraditionen werden hier an junge Menschen weitergegeben.

Im Rahmen der Tour werden zwei Depots besucht, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind.

  • Begrüßung im Foyer durch einen Guide des Museums
  • Erklärung der vielfältigen Aufgaben der Bundesmobilienverwaltung und Besichtigung des Teppichlagers: Wo und wann werden die Teppiche verwendet, welche Länge ist für welchen Empfang bestimmt, wie werden sie gereinigt, wie getrocknet?
  • „Alltagsdepot“ oder „Tiefspeicher“: Hier lagern die ehemals kaiserlichen Stühle und Tische für die Staatsempfänge – Mobiliar, das heute noch im Dienste der Republik steht. Bis in die 2000er Jahre gab es zB noch kein Republiksservice, sondern es wurde bei Staatsdiners auch auf das Geschirr aus der Monarchie zurückgegriffen. Noch heute wird für Repräsentation des Staates kaiserliches Mobiliar verwendet. Wie die Logistik dieser „Versorgungsstelle“ funktioniert und wie solche Anlässe organisiert werden, ist ein spannender Teil dieser Führung.
  • Blick in den „Werkstattraum“ des Museums: Hier wird erklärt, welche Werkstätten es, wo sie sich befinden, was ihre Besonderheiten sind, welche Rolle die Ausbildung von Lehrlingen einnimmt und wie wichtig die Überlieferung von Wissen für die Restaurierung und den Erhalt historischer Möbel ist.
  • Biedermeierkojen: Nach dem Ende Monarchie 1918/19 sollte der ganze Möbelbestand verkauft werden. Der Staat brauchte dringend Geld für die Reparationszahlungen an die Siegermächte. Besonnene Stimmen plädierten dann aber doch für den Erhalt dieses enormen Besitzes. 1924 wurde ein erstes Museum an diesem Standort eröffnet, von dem heute noch die Biedermeierkojen als „Museum im Museum“ zu sehen sind. 1998 wurde dann das Hofmobiliendepot nach einer großzügigen Erweiterung und musealen Neukonzeption als „Möbel Museum Wien“ (wieder)eröffnet.
  • Begehbares Depot: Die historische Depotsituation ist im Museum noch an einer Stelle erhalten. Hier sieht man, wie die Möbel früher gelagert wurden, welche Vielfalt an Ausstattungsgegenständen es gibt, in welch unterschiedlichem Zustand die Möbel sind und wie man im Gegensatz dazu heute Möbel in Depots aufbewahrt.
  • Den Abschluss bildet das Sesseldepot, in dem sichtbar wird, wie unterschiedlich ein und derselbe Möbeltyp sein kein. Wer hatte das Privileg, auf Stühlen mit Armlehnen zu sitzen, wer durfte auf einem Stuhl sitzen, wer nur auf einem Hocker? Die Hierarchie des Sitzens über die Jahrhunderte ist ein spannender Aspekt, der sich hier gut erklären lässt.

Nach der Führung können Museum und Sonderausstellungen noch individuell besucht werden.

Termine

Weitere Termine sind für Gruppen gegen rechtzeitige Voranmeldung unter info@hofmobiliendepot.at möglich.

Die Führungen finden an folgenden Freitagen um 14 Uhr statt.

Termine (Deutsch): 25.1.2019 | 8.2.2019 | 29.3.2019 | 26.4.2019 | 31.5.2019 | 21.6.2019 | 26.7.2019 | 9.8.2019 | 6.9.2019 | 25.10.2019 | 15.11.2019 | 6.12.2019
Termine (Englisch): 4.1.2019 | 19.4.2019 | 16.8.2019 | 27.12.2019


Preise

Preis bis 31.3.2019: € 11,50
Preis ab 1.4.2019:  € 12,50

 

Info

Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen
Dauer der Führung: ca. 60 Minuten

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Tel: +43 1-5243357, Mail: info@hofmobiliendepot.at

 

Sissi im Film Tour

Eine Führung über die prominente Rolle der Möbelaustattung in den Sissi Filmen mit Romy Schneider.

Was haben die Sissi Filme von Ernst Marischka mit dem Hofmobiliendepot zu tun? Dieser Frage gehen Dr. Renate Pölzl oder Herbert Gmoser in ihren Führungen auf den Grund.

An den Originalschauplätzen konnte Ernst Marischka in den 1950er Jahren nicht drehen. Die Innenaufnahmen der drei Sissi Filme wurden im Studio gedreht. Für das perfekte kaiserliche Ambiente sorgte der unendlich große Fundus an habsburgischem Mobiliar aus dem Hofmobiliendepot. Die Führung erzählt von der Entstehung der Filme, dem großen internationalen Erfolg, der grandiosen Romy Schneider, den geschichtlichen Fakten und deren filmischer Romantisierung.

Die Führung rückt aber auch die „echte“ Kaiserin Elisabeth in den Mittelpunkt, zumal das Museum ja über eine beeindruckende Sammlung originaler Möbel und Erinnerungsstücke verfügt. Nachgebaute Filmsets mit kurzen Filmausschnitten in mehreren Sprachen machen die Tour zu einem echten Erlebnis.

„Romy pappt an mir wie Grießbrei.“ So empfand Romy Schneider ihre Rolle als hinreißende Sissi. 2018 wäre Romy Schneider 80 Jahre alt geworden. Als junge Sissi überstrahlte sie alles und prägte damit bis heute das Bild von Kaiserin Elisabeth.


Termine

22.3 | 15:30 Uhr

28.4 | 11:00 Uhr

17.5 | 15:30 Uhr

14.6 | 15:30 Uhr


Starten Sie auch Ihre individuelle Sissi-Tour und begeben Sie sich mit Audioguide durch das Museum!

 

Eintritt mit Führung (Preise gültig bis 31.03.2019) 

Erwachsene€ 11,50
Studenten€ 10,50
Kinder€ 7,00

Eintritt mit Führung (Preise gültig ab 01.04.2019) 

Erwachsene€ 12,50
Studenten€ 11,50
Kinder€ 7,50

 

Info

Sprache: Deutsch
Reservierung: info@hofmobiliendepot.at / Tel: +43-1-524 33 57
Ab 10 Personen wird eine Reservierung empfohlen.

Die Prunkstücke des Museums

Unter dem Titel „Prunkstücke“ finden im Hofmobiliendepot Führungen zu ausgesuchten Meisterwerken aus mehreren Jahrhunderten Möbelkunst statt.

Vorgestellt wird etwa ein kostbarer Sekretär aus dem Besitz der französischen Königin Marie Antoinette, Maria Theresias jüngster Tochter, dem im Zusammenhang mit den Friedensverhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg auch eine Rolle in der österreichischen Zeitgeschichte zufiel.

Anlässlich der Geburt von Kronprinz Rudolf im Jahr 1858 bekam das Kaiserhaus von der Stadt Wien eine reich geschmückte Wiege geschenkt. Auch über dieses repräsentative Kindermöbel aus der Werkstätte des Wiener Kunsttischlers Franz Matthias Podany können Sie einiges Interessantes erfahren. So zum Beispiel über die Verbindung, die sich ganz unvermutet mit einem Kunstdiebstahl der jüngeren Vergangenheit ergab.

Aus der Ringstraßenzeit stammt ein kleiner vergoldeter Bronzetisch, den der Architekt Theophil Hansen als Teil der Ausstattung für das Palais Ephrussi entwarf. Mit diesem Tischchen kommt zudem ein beschämendes Kapitel der österreichischen Nachkriegsgeschichte zur Sprache.

Schon sehr modern muten die Wohn- und Schlafzimmereinrichtung aus der Wohnung der Keramikkünstlerin Lucie Rie an, entstanden 1928 nach Plänen des jungen Architekten Ernst Plischke, der mit dieser Arbeit zu seiner persönlichen Linie als Innenarchitekt und Möbeldesigner fand. Erst auf dem Umweg über ein Londoner Exil gelangten diese Möbel in den 1990er-Jahren ins Hofmobiliendepot.

Das und vieles anderes mehr ist Thema der „Prunkstücke“-Führungen im Hofmobiliendepot - Möbel Museum Wien.


Termine

24.3 | 14.00 Uhr

28.4 | 14.00 Uhr

19.5 | 14.00 Uhr

16.6 | 11.00 Uhr

 

Eintritt mit Führung (Preise gültig bis 31.03.2019) 

Erwachsene€ 11,50
Studenten€ 10,50
Kinder€ 7,00

Eintritt mit Führung (Preise gültig ab 01.04.2019) 

Erwachsene€ 12,50
Studenten€ 11,50
Kinder€ 7,50


Info

Dauer: ca, 1,5 Stunden

Sprache: Deutsch

Reservierung: info@hofmobiliendepot.at / Tel: +43-1-524 33 57
Ab 10 Personen wird eine Reservierung empfohlen.

 

Die Ringstraßenzeit

In der Führung zeigen wir Ihnen sowohl höfische als auch bürgerliche Möbel dieser Zeit und gehen auf die städtebaulichen, gesellschaftlichen und historischen Rahmenbedingungen ein, unter denen die Ringstraße entstand.

Nicht nur die Bauten der Wiener Ringstraße huldigten dem Historismus, auch die Inneneinrichtungen verwendeten die Formensprache früherer Stile. Am Hof herrschten Neobarock und Neorokoko vor. In den Gebäuden der aufstrebenden Großbürger und Industriellen waren alle Stile - teilweise in Mischformen - vertreten.


Termine

16.6 | 14:00 Uhr

 

Eintritt mit Führung (Preise gültig ab 01.04.2019) 

Erwachsene€ 12,50
Studenten€ 11,50
Kinder€ 7,50

 

Info

Sprache: Deutsch
Reservierung: info@hofmobiliendepot.at / Tel: +43-1-524 33 57
Ab 10 Personen wird eine Reservierung empfohlen.

Wohnkultur des Biedermeier

Tauchen Sie mit uns in diese außergewöhnliche Wohnkultur ein und entdecken Sie eine der umfangreichsten Sammlungen an Möbeln dieser Epoche!

Möbel der Biedermeier-Zeit vermögen noch heute durch ihre klare Formgebung, die ausgewogenen Proportionen und den natürlichen Schmuck ausgesuchter Furniere zu bestechen. Zudem verstand man es, Räume mit farblich teils kräftig kontrastierenden Stoffbezügen und anderen Textilien wirkungsvoll zu gestalten. Lange galt „Biedermeier“ als Inbegriff bürgerlichen Wohnens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Doch die Ursprünge biedermeierlichen Einrichtens scheinen andern Orts zu liegen. Diese und weitere Fragen zur Wohnkultur des Biedermeier sind Gegenstand der Führung durch eine der umfangreichsten Sammlungen an Möbeln dieser Epoche.


Termine

24.3 | 11.00 Uhr

28.4 | 16.00 Uhr

Eintritt mit Führung (Preise gültig bis 31.03.2019) 

Erwachsene€ 11,50
Studenten€ 10,50
Kinder€ 7,00

Eintritt mit Führung (Preise gültig ab 01.04.2019) 

Erwachsene€ 12,50
Studenten€ 11,50
Kinder€ 7,50

Info

Sprache: Deutsch
Reservierung: info@hofmobiliendepot.at / Tel: +43-1-524 33 57
Ab 10 Personen wird eine Reservierung empfohlen.

Von Danhauser bis Thonet

Von der Hinterhofwerkstatt zur modernen Fabrik - durch unternehmerischen Mut, Einfallsreichtum und Ausdauer schafften Danhauser und Thonet im 19. Jahrhundert den Aufstieg in den Kreis der bedeutendsten Industriellenfamilien der Donaumonarchie!

Von der Hinterhofwerkstatt zur modernen Fabrik - durch unternehmerischen Mut, Einfallsreichtum und Ausdauer schafften Danhauser und Thonet im 19. Jahrhundert den Aufstieg in den Kreis der bedeutendsten Industriellenfamilien der Donaumonarchie. Dank ihrer Weitsicht und des Gespürs für modische Trends erkannten sie die Bedürfnisse potentieller Kunden und trafen den Geschmack ihrer Zeit, den sie zugleich entscheidend mitprägten. Die Entwicklung innovativer Produktionstechniken und Vertriebsstrategien waren essentiell für ihren Erfolg. Die Führung behandelt diese Aspekte anhand einer Reihe von Möbelstücken und gibt Einblick in die Firmengeschichten.


Termine

26.4 | 16:00 Uhr

 

Eintritt mit Führung (Preise gültig ab 01.04.2019) 

Erwachsene€ 12,50
Studenten€ 11,50
Kinder€ 7,50

 

Info

Sprache: Deutsch
Reservierung: info@hofmobiliendepot.at / Tel: +43-1-524 33 57
Ab 10 Personen wird eine Reservierung empfohlen.

Wagner, Hoffmann, Loos und das Möbeldesign der Wiener Moderne

Die Wiener Moderne steht für eine bis dahin nicht erreichte Dichte und Qualität in allen Bereichen künstlerischer Ausdrucksformen. Große Namen der Architekturszene schufen auch Meilensteine im Möbeldesign: der Grandseigneur Otto Wagner, der Sezessionist Josef Hoffmann und der Außenseiter Adolf Loos sind mit Möbeln im Hofmobiliendepot vertreten. Die berühmte Sitzmaschine, Mobiliar aus der k.& k. Hof- und Staatsdruckerei, dem Café Museum und der Österreichischen Postsparkasse sind Eckpunkte dieser Spezialführung. 


Termine

19.5 | 16:00 Uhr

 

Eintritt mit Führung (Preise gültig ab 01.04.2019) 

Erwachsene€ 12,50
Studenten€ 11,50
Kinder€ 7,50

 

Info

Sprache: Deutsch
Reservierung: info@hofmobiliendepot.at / Tel: +43-1-524 33 57
Ab 10 Personen wird eine Reservierung empfohlen.

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